


Im Rahmen des Projekts „e.o. plauen auf Reisen“, welches von der Volksbank Vogtland-Saale-Orla finanziell unterstützt wurde, konnten wir als Kunstmuseum eine enge und kreative Zusammenarbeit mit der Carolinenschule Greiz gestalten. Ziel des Projekts war es, den Schüler*innen den Künstler „e.o.plauen“ auf eine zugängliche und praxisnahe Weise näherzubringen und sie gleichzeitig zu eigenem künstlerischen Schaffen zu ermutigen.
Über mehrere Termine hinweg wurde in den unterschiedlichen Klassen und Gruppen anhand der mitgebrachten Projektkisten und Materialien gearbeitet. Dabei stand ein handlungsorientierter Ansatz im Mittelpunkt: Die Schüler*innen setzten sich zunächst mit dem Leben und dem Gesamtwerk des Künstlers auseinander. Ausgangs- und Mittelpunkt der Beschäftigung waren aber die weltweit berühmten Comic Geschichten „Vater und Sohn“. Anschließend wurden diese Eindrücke in vielfältigen künstlerischen Techniken umgesetzt – von Zeichnungen und Collagen bis hin zu kleinen gestalterischen Experimenten. Sehr beliebt war der Workshop „Kratzen“ unter Anleitung der Künstlerin Nicole Dürr-Gerstler. Hier wurden mit Kratzspatel Bilder aus speziellem Schwarz-Papier herausgekratzt.
Besonders wichtig war es uns, auf die individuellen Bedürfnisse und Fähigkeiten der Schüler*innen einzugehen. Durch die Arbeit in kleineren Gruppen konnten wir gezielt unterstützen und Freiräume schaffen, in denen sich jeder auf eigene Weise einbringen konnte. Die kreative Auseinandersetzung förderte nicht nur die Ausdrucksfähigkeit, sondern auch das Selbstvertrauen und die Freude am eigenen Gestalten.
Die Schülerinnen und Schüler haben sich im Kunstprojekt sehr engagiert eingebracht. Sie arbeiteten motiviert, kreativ und zeigten großes Interesse an den gestellten Aufgaben. Durch ihre aktive Mitarbeit und ihre Ideenvielfalt trugen sie maßgeblich zum gelungenen Verlauf des Projekts bei. Das Projekt zeigte uns eindrucksvoll, wie Kunst Brücken bauen kann: zwischen Museum und Schule, zwischen Vergangenheit und Gegenwart sowie zwischen unterschiedlichen Lernvoraussetzungen.
„e.o.plauen auf Reisen“ wurde so zu einer gemeinsamen Entdeckungsreise, bei der die Schüler*innen den Künstler auf ihre ganz eigene Weise interpretierten und lebendig werden ließen. Ein besonderer Dank geht hier an dieser Stelle auch an die Lehrerinnen und Lehrer, Erzieher und Schulbegleiter für die Begleitung und Betreuung der Projekttage. Ihre Unterstützung im Projektablauf sowie Ihre Bereitschaft, auf individuelle Bedürfnisse einzugehen, haben das Projekt in besonderer Weise bereichert.
Anke Kurzendörfer

